Kunstprojekt Türe Christian Piffrader Lech Zürs am Arlberg (c) Daniel Kocher

© Kunstprojekt Türe Christian Piffrader Lech Zürs am Arlberg (c) Daniel Kocher

Kunst am Grünen Ring

"Türe" am Grünen Ring

Kunst im alpinen Kontext

9 Künstler aus 5 verschiedenen Nationen haben jeweils eine Türe gestaltet und direkt an der Grüner-Ring-Wanderroute auf über 2000 Meter Seehöhe verteilt plaziert. Die Wanderung kann in 3 Tagesetappen gegliedert werden. Das Zusammenspiel von Berg und Kunst schafft dabei einen stimmigen Kontext. Im Winter werden die Türen vom Berg in das Tal gebracht und werden bei den jeweiligen Türpaten ausgestellt.

Es ist eine gute Idee, immer wieder ganz bewusst weit die Türen für eine Portion Sonne zu öffnen...

Bergsommer in Lech Zürs am Arlberg (c) West Zangerl
Tania Konnerth

Das Kunstprojekt „Türe“ am Grünen Ring ist eine alpine 3-tägige Wanderroute von Lech über den Rüfikopf nach Zürs, von Zürs über den Zürsersee und das Madlochjoch nach Zug und von Zug über die Balmalp und Oberlech wieder nach Lech.

Entlang der Grünen Ring Route haben 9 Künstler individuelle Interaktionen mit dem Objekt in der Natur gestaltet. Dabei haben Sie sich mit den Fragen auseinandergesetzt, was es bedeutet, Türen zu öffnen oder zu schließen. Was bedeutet es durch eine Tür durchschreiteten? Welcher Raum offenbart sich hinter einer Tür? Welcher symbolischer Wert hat eine Türe in der heutigen Zeit?

Die Resultate, die „Türen“, sind einzigartige und individuelle Interpretationen jedes Künstlers mit einem Thema, dass jeden Besucher zum Denken anregt. Ihre Standorte ziehen sich entlang des Grünen Rings.

Wanderer werden beim Anblick der „Türen“ fasziniert sein, wenn Sie am Wanderweg auf eine „Türe“ stoßen. Denn erst im alpinen Raum und in der atemberaubende Landschaft, entfalten die Kunstobjekte, ihre wahre Wirkungskraft.

"Türe" - Kunst am Grünen Ring

Hrachya Vardanyan Projekt Türe am Arlberg (c) Daniel Kocher

Ein Interview mit dem Initiator des Projekts, Daniel Nikolaus Kocher

Wie kam es zu dieser Idee, was sind seine konzeptionellen Inhalte?

Das Thema beschäftigt mich schon mehrere Jahre, und ich habe bereits 2014 meine erste Türe am Grünen Ring installiert. Sie ist sozusagen das Eingangsportal des Grünen Rätselrings für Kinder.
Als ich die Türe aus ihrem konventionellen Kontext gerissen in der Landschaft sah, spürte ich dass diese Türe noch sehr viel Potential beinhaltet. Die erste Notiz zu dieser Idee, geht aber eigentlich auf das Jahr 2006 zurück. Ein Gartengatter vorm Haus meines Bruders. Es steht seit der baulichen Fertigstellung des Hauses, bis zum heutigen Tag, mit einem Riegelchen verschlossen an der Grundstücksgrenze, allerdings ohne an den Seiten einen Zaun zu haben. Seit nun fast zehn Jahren geht der Briefträger, die Nachbarn, die Familie, ja sogar die Hunde am Gatter links oder rechts vorbei, je nach dem von welcher Seite sie gerade kommen. Das fand ich immer faszinierend und lustig zugleich. Die Gartentüre wurde vollständig ihrer Funktion enthoben und hat mich immer wieder zu Gedankennotizen bewegt.

Daniel+Nikolaus+Kocher-Skizzen- (c) Lech-Zuers-Tourismus

In welcher Form äußert sich dieses Potential von dem du sprichst?

Die Türe interessiert mich schon rein als Objekt, als Bauteil in ihrer Funktion. Mit ihrem abgrenzenden Charakter ist sie ein sehr gutes Instrument für polarisierende Themen und man kann mit ihr nahezu jede emotionale Situation in Verbindung bringen.

Meinst du mit Emotion z.B. eine offen stehende Tür?

Eine Tür kann einfach sehr viel signalisieren, sie kann Behaglichkeit und Schutz genauso suggerieren wie willkommene Offenheit, aber genauso eine unüberwindbare Hürde darstellen.
Interessant ist natürlich auch der Raum hinter und vor einer Türe, deren magische Grenze sie bestimmt. Es geschieht etwas wenn man eine Türe passiert, da man immer einen Raum verlässt und gleichzeitig einen neuen betritt. Für mich hat sie deshalb auch vier Seiten, da man beide Räume von jeder Seite betreten und verlassen kann, und dieses Betreten und Verlassen immer in Bruchteilen einer Sekunde geschieht. Also mehr ein transzendentes Zucken als ein bewusster Moment.

Daniel Nikolaus+Kocher+(c)+Lech-Zuers-Tourismus

Was hat es mit den neun Künstler auf sich?

Das freut mich mit am meisten an diesem Projekt. Die Künstler und Gestalter aus den verschiedenen Ländern und Kulturkreisen, beschäftigten sich parallel in ihren Ateliers mit diesem Thema.
Dabei war es ihnen völlig freigestellt was sie mit dem Ausgangsprodukt (einer weißen Türe) anstellten. Es entstanden viele neue Facetten und Konzepte, auch Interventionen mit der Türe vor Ort wurden bereits angedacht.

Bewegende Momente Aufbau der Türen (c)Lech-Zuers-Tourismus

Details zu den "Türen" am Grünen Ring - Öffnen Sie die Türen

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