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NACHHALTIGKEIT IN LECH ZÜRS: PROJEKTE, MASSNAHMEN UND ENTWICKLUNGEN.

Gestern. Heute. Morgen.

In Lech Zürs setzen unterschiedliche Akteur:innen seit vielen Jahren konkrete Projekte in den Bereichen Energie, Mobilität, Landwirtschaft, Biodiversität und regionale Entwicklung um. Einige davon werden von der Gemeinde Lech getragen, andere von Bergbahnen, Betrieben, Vereinen oder weiteren Partnern der Region.

 

Dieser Guide zeigt, wer welche Maßnahmen umsetzt, welche Ergebnisse dokumentiert sind und wo weiterführende Informationen und Quellen zu finden sind. 

Ein Wunder namens Natur

Qualität vor Quantität: Dieser Leitgedanke prägt die Entwicklung von Lech Zürs seit Jahrzehnten. Immer mit dem Ziel, den dörflichen Charakter des Ortes zu bewahren und die räumliche Entwicklung bewusst zu steuern. Der Bebauungsplan und das räumliche Entwicklungsleitbild der Gemeinde Lech tragen diese Vision in unsere Zeit. Denn weniger ist auch heute noch mehr. Mit der Beschränkung auf 10.000 Gästebetten setzt Lech Zürs auf behutsamen Qualitätstourismus (Räumliches Entwicklungskonzept der Gemeinde Lech, Seite 28). Landwirtschaft, Landschaftspflege und eine bewusste Raumplanung prägen bis heute das Erscheinungsbild der Region. 

 

Schön, dass es hoch am Arlberg noch Wunder zu entdecken gibt: die Wunder der Natur.

ENERGIE AUS BIOMASSE

Biomasseheizwerk Lech Zürs

Hackgut aus der Region: Aus diesem erneuerbaren Energieträger produzieren die Biomasseheizwerke in Lech, Zug, Oberlech und Zürs genügend Energie, um nahezu 100% aller Haushalte und Betriebe mit wohliger Wärme zu versorgen. Ein landesweit bestauntes Konzept, das im vorigen Jahrhundert wurzelt.

 

Den Anfang machte das Biomasseheizwerk in Oberlech. 1999 folgte bereits das zweite Heizwerk in Lech, 2007 das dritte in Zug. 2009 wurde das Heizwerk Oberlech erweitert. Eine Photovoltaikanlage an der Fassade produziert 100 Megawattstunden Ökostrom pro Jahr. 2010 entstand schließlich das vierte Heizwerk in Zürs. Durch die Biomasseheizwerke werden jährlich rund 7,75 Millionen Liter Heizöl oder 24.000 Tonnen an CO2-Emissionen eingespart (Daten und Fakten zu den Biomasseheizwerken). Dass dabei Energieeffizienz und Baukultur keine Gegensätze sind, beweist der Vorarlberger Holzbaupreis aus dem Jahr 2010.

ÖKOSTROM

Ökostrom aus der Strömung

Lange bevor Energiekrise und gestiegene Strompreise unser Leben beeinflussten, begann die Gemeinde Lech mit den Planungen für ein eigenes Wasserkraftwerk am Zürsbach. Seit Jänner 2023 ist das Kleinwasserkraftwerk Zürsbach der Gemeinde Lech in Betrieb. Mit einem Regelarbeitsvermögen von rund 7 Millionen Kilowattstunden pro Jahr deckt es rund 15 % des gesamten Strombedarfs in Lech. Seit 2025 wird der produzierte Strom über die Energiegemeinschaft Arlberg-Klostertal den Bürger:innen und Betrieben zugänglich gemacht. Durch die eigenen Heizwerke und das Wasserkraftwerk stärkt Lech Zürs die lokale Wertschöpfung und reduziert die Abhängigkeit von Preisen am Energiemarkt. 

 

Die Ski-Zürs-AG, die Lech Bergbahnen AG sowie die Seillifte Oberlech setzen ganzheitlich auf regenerative Energiequellen und sämtliche Seil- und Sesselbahnen, Schneeanlagen etc. werden zu 100% mit Strom aus Österreichischer Wasserkraft, Sonnenenergie und sonstigen erneuerbaren Energieträgern betrieben. 

 

Quelle: https://www.skiarlberg.at/de/lech-zuers/winter/skiregion/nachhaltigkeit

ENERGIEEFFIZIENZ

Tal-Berg-Verbindung mit Zukunft

Im Sinne der ökologischen Nachhaltigkeit bemühen sich die Vorarlberger Bergbahnen um einen bewussten und ressourcenschonenden Umgang mit Wasser, Energie und endlichen Rohstoffen. So auch die Lech Bergbahnen AG, welche in verschiedensten Bereichen für den achtsamen Umgang mit dem Ökosystem und die Reduktion von Emissionen einstehen. Nur einige Maßnahmen, die dies versinnbildlichen: effizientes Schneemanagement, der Anschluss sämtlicher Gebäude an das Biomasse- Heizkraftwerk, der Einsatz von Erdwärmepumpen, Solarthermie, Photovoltaik- und Wärmerückgewinnungsanlagen sowie ein lückenloses Energie-Controlling. Die Lech Bergbahnen AG verfügt über ein Qualitäts- und Umweltmanagement nach ISO 9001 und ISO 14001

 

Ökonomische Nachhaltigkeit entsteht durch gelebte Regionalität. Seien es bauliche Investitionen oder kulinarische Partnerschaften, bei den Lech Bergbahnen AG erhalten regionale Anbieter:innen und Produzent:innen stets den Vorzug. Sozial nachhaltige Angebote bilden eine weitere Dimension. Bestes Beispiel für durchdachte Effizienz ist der Bau der Zuger Bergbahn. Mit seiner Doppelnutzung als Liftanlage und Mitarbeiterwohnungen ein Win-Win für die Menschen, den Ort und die Natur in Lech. 

Hier finden Sie die Maßnahmen im Detail
ENERGIEEFFIZIENZ

Energie, die nicht verbraucht wird...

... muss auch nicht produziert werden! Nach diesem Grundsatz agiert die Ski-Zürs-AG seit vielen Jahren, sei es bei Seilbahnanlagen, Gebäuden oder Anlagenkomponenten. Die Bestrebungen, den Betrieb mit dem Einsatz von so wenig Energie wie möglich zu führen, mündeten 2016 in der Einführung und Umsetzung eines Energiemanagementsystems nach EN ISO 50001. 

 

Seit 2020 bezieht das Unternehmen ausschließlich TÜV Austria zertifizierten Ökostrom aus Wasserkraft & Sonnenenergie von der illwerke vkw AG. Maßnahmen wie die Nutzung von Abwärme und Bremsenergie der Seilbahnen tragen zur Energieeffizienz bei. Neben dem Erwerb von Schneeerzeugern, Pumpen und Kompressoren mit dem besten Wirkungsgrad setzt die Ski-Zürs-AG auch in der Beschneiung auf bewusstem Umgang mit Wasser und Energie. Um die optimale Schneemenge für die technische Beschneiung festzustellen, messen die Pistengeräte die Schneehöhe bei der Präparierung zentimetergenau. Produziert wird dann nur so viel Weiß wie nötig. 

 

Einer von vielen Schritten auf dem Weg des Unternehmens in eine umweltbewusste erfolgreiche Zukunft. 

ENERGIEEFFIZIENZ

LED- Beleuchtung, die wirkt

Gutes Licht bietet Orientierung und Sicherheit, erzeugt Raumtiefe und Wohlbefinden. Mehr noch: Eine maßgeschneiderte Ortsbeleuchtung lässt sich auch als Statement für Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und eine hohe Aufenthaltsqualität lesen. Lichtverschmutzung adé! Mit dem innovativen Konzept des Lichtexperten Dieter Bartenbach setzt Lech auf maximale Wirkung bei minimalem Energieaufwand, um das Ensemble aus Gebäuden, Brücken, Uferpromenaden und Kirche stilvoll zur Geltung zu bringen. 

 

Hierfür wurden spezielle blendungsfreie Leuchtensysteme entwickelt, die im Zeitverlauf ihre Intensität und somit auch den Energieverbrauch um bis zu 70 % reduzieren. Um den gewünschten Raumlichteffekt zu erhalten, wurden die LED-Leuchten mit einem hohen Wirkungsgrad ausgestattet. Dieser erlaubt eine direkte Beleuchtung von oben nach unten ohne Lichtstreuung und Lichtverschmutzung. 

 

So erstrahlen die charakteristischen Straßen und Fassaden in blendungsfreiem Glanz und laden zum gemütlichen Flanieren und Verweilen ein.

LECHWELTEN

Geprüfte Standards für Gebäude und Veranstaltungsbetrieb

Nach langer Planung wurden die "Lechwelten" im Frühjahr 2024 mitten im Dorf eröffnet. Die Veranstaltungslokation setzt  wertvolle Impulse für den Ortskern und den Ganzjahrestourismus in Lech Zürs. Auch als Heimat für örtliche Veranstaltungen und Vereine stärken sie die heimische Identität. Bei dem modernen Holzbau wurden höchste Qualitätsstandards angelegt. Besonderes Augenmerk galt den umweltfreundlichen Bauprozessen. Zudem wurden sämtliche verwendeten Materialien möglichst langlebig, recyclefähig und leicht entsorgbar gewählt. Lokale und regionale Gewerke sowie Handwerker wurden beauftragt, um die Wertschöpfung in der Umgebung zu fördern.

 

Das Gebäude selbst wurde bewertet und erreicht beim klimaaktiv Gebäudestandard Silber 753 von 1.000 möglichen Punkten. Es weist auch bestes Wohlfühlklima – dank barrierefreiem Zugang auf bis zur Dachterrasse und induktiver Höranlage im gesamten Veranstaltungssaal für wirklich alle. Die Lechwelten tragen zudem das Österreichische Umweltzeichen für Tagungs- und Eventlokalitäten (UZ 200). 

MOBILITÄT

Öffentliche Anreise leicht gemacht

Von allen Anreisemöglichkeiten nach Lech Zürs ist der Umwelt eine am liebsten: die Anreise ohne eigenes Auto. Diese Variante erweist sich auch als überaus entspannt. Mit den beiden Bahnhöfen St. Anton und Langen am Arlberg ist die Region perfekt an das internationale Schienennetz angebunden. Als Railjet-Stationen verfügen die beiden Bahnhöfe über mehrere Direktverbindungen täglich aus Zürich und Wien. An der Optimierung der Verbindungen wird stets gefeilt, so dass sowohl Tages- als auch Übernachtungsgäste nahtlos an- und abreisen können. 

 

Für Mobilität ab dem Bahnsteig sorgen die gelben Linienbusse  (Linie 760 von St. Anton nach Lech und 750 von Langen nach Lech). Alternativ übernehmen private Shuttles die letzte Meile bis zu den Unterkünften. Auch vor Ort eröffnet sich die Schönheit der Bergwelt ganz entspannt ohne Auto. Wohin soll’s gehen? Einer der blauen Ortsbusse ist bestimmt schon abfahrbereit.

Mobilität vor Ort entdecken
MOBILITÄT

Blaue Flotte und grüne Garage

Seit den 1990er-Jahren steuert der öffentliche Verkehr in Lech Zürs in Richtung Zukunft: Der Ortsbus Lech startete im Sommer 1997 mit vier Bussen auf zwei Linien. Zweieinhalb Jahre später zählte die ortsbildprägende „Blaue Flotte" schon mehr als eine Million Passagiere. 

 

Bis heute hat das komfortable Angebot die Mobilität des Ortes spürbar und messbar verändert. Immer mehr Einheimische und Gäste verzichten auf ihre PKWs und nutzen den Skibus. Auch die Elektromobilität kam hier schon früh ins Rollen. Im Sommer 2011 startete der Verleih von E-Bikes, ein Jahr später eröffnete die erste E-Tankstelle. Ein wegweisender Meilenstein folgte in der Wintersaison 2018/19: In Kooperation mit der illwerke vkw AG (ehem. Vorarlberger Kraftwerke AG) entstand Europas erste vollelektrifizierte „Green Garage" für E-Fahrzeuge.  

 

Heute gibt es insgesamt 35 öffentliche Ladeplätze in Lech Zürs, davon 4 Schnellladestationen. Seit der Wintersaison 2025/26 sind die ersten vollelektrischen Busse im Einsatz. Der Betrieb erfolgt mit Strom aus dem Wasserkraftwerk Zürserbach.

MOBILITÄT

Verkehrsfreies Oberlech

Verkehrsfrei urlauben - eine Utopie? In Oberlech ist diese Vision schon seit 1997 Realität. Ein europaweit einzigartiges Konzept macht's möglich: Während die Gäste im Winter von Lech aus mit der Bergbahn nach Oberlech schweben, erfolgt die Versorgung der Hotels über das Tunnelsystem. Das rund 1,7 Kilometer lange System wurde 1997 fertiggestellt und verbindet die Hotels mit Umschlaghallen und Versorgungswegen unterhalb der Oberfläche.

 

Von Dezember bis April bleibt Oberlech damit im Winter autofrei. Waren werden innerhalb des Tunnelsystems mit elektrisch betriebenen Transportfahrzeugen zu und von den Hotels befördert. Die Wirtschaftskammer beschreibt dieses Versorgungssystem als in seiner Bauart einzigartig und in keinem anderen Tourismusort Europas vorhanden.

Weiter Informationen zur Anreise nach Oberlech

„Wer nichts ändern will, wird auch das verlieren, was er bewahren möchte.“

Gustav Heinemann

SEILBAHNEN & ÖKOLOGIE

Hochalpiner Weitblick

1937 wurde in Zürs der erste Schlepplift Österreichs errichtet. Mit der Entwicklung des Wintersports rückten später auch Fragen der Pflege und Wiederherstellung alpiner Flächen in den Mittelpunkt.  Von 1978 bis 2000 fanden in Lech Internationale Hochlagen-Umwelttagungen statt, bei denen sich Fachleute mit Themen rund um alpine Vegetation, Hochlagenbegrünung und die Bewirtschaftung beanspruchter Flächen beschäftigten.

 

Die Hochlagen-Renaturierung und ein zielgerichtetes Öko-Audit für Skigebiete fanden hier ihren Ursprung. Dies ist im Bericht der Bergbahnen Lech AG beschrieben: Zum Bericht. Die Umwelterklärung 2008 der Skilifte Lech, Ing. Bildstein Ges.m. b.H bildet eine weitere Dokumentation zum Umweltmanagement und Renaturierungsbemühungen: .

 

Innovativ zeigen sich die Skilifte Lech auch durch den nützlichen Brückenschlag zur hochalpinen Landwirtschaft. Seit 2008 werden in Oberlech Schottische Hochlandrinder gehalten. Die Tiere beweiden steile Flächen und tragen damit zur Pflege und Offenhaltung der alpinen Kulturlandschaft bei. 2013 wurde auf 1.760 Metern Seehöhe der Schottenhof errichtet, der seither als Standort für die Hochlandrinderhaltung dient. Ein Teil des Fleisches der Tiere wird in der heimischen Gastronomie verarbeitet und angeboten. So bleiben Tierhaltung, Landschaftspflege und regionale Wertschöpfung eng miteinander verbunden.

LOKALE LANDWIRTSCHAFT

Landwirtschaft prägt die Kulturlandschaft

Seit der Besiedelung vor rund 700 Jahren wurde die Höhenregion durch großflächige Weide- und Heuwirtschaft geprägt. Sattgrüne Matten und blühende Bergwiesen so weit das Auge reicht. Von damals bis in die Gegenwart machen sich die Lecher Landwirt:innen durch ihre arbeitsreiche Landschaftspflege verdient. Selbst die steilen Magerwiesen bis auf 2.000 Höhenmeter werden gemäht. Diese Magerwiesen zeichnen sich oft durch eine große Artenvielfalt aus. In Lech Zürs werden diese Magerwiesen daher nicht gedüngt und nur einmal im Jahr (zum Teil sogar nur alle zwei Jahre) ab einem bestimmten Zeitpunkt gemäht, um diese außergewöhnliche Artenvielfalt zu unterstützen und zu bewahren.

 

Auf den weitläufigen Alpflächen grasen im Sommer an die 2.000 Stück Vieh, auch aus dem Klostertal, Tirol und der Schweiz. Die Milch aus Lech wissen nicht zuletzt die hiesige Gastronomie und deren Gäste zu schätzen. Ebenso Joghurt, Frischkäse oder das vom heimischen Bäcker veredelte Heumilcheis. Ob als Erzeuger regionaler Köstlichkeiten, ob durch Bewirtschaftung der Schutz- und Bannwälder oder die Pflege der charakteristischen Kulturlandschaft – die Lecher Landwirt:innen  leisten einen konkreten Beitrag zur Landwirtschaft und regionalen Wertschöpfung in Lech.

BIODIVERSITÄTSFÖRDERUNG

Mehr Vielfalt, mehr leben.

Es kreucht und fleucht, es sprießt und blüht. Lange bevor die Alpen zum Erholungsraum für Menschen wurden, waren sie Lebensraum für eine Vielzahl von Pflanzen und Tieren. Diese Lebensräume zu erhalten, ist eine wichtige Aufgabe – gerade dort, wo Landwirtschaft, Tourismus und Natur aufeinandertreffen.

 

In Lech Zürs werden dazu unterschiedliche Maßnahmen umgesetzt. Im Skigebiet wird bei Arbeiten im Gelände darauf geachtet, bestehende Vegetationsflächen möglichst zu erhalten und beanspruchte Flächen wieder zu begrünen. Am Schlegelkopf und in weiteren Bereichen kommen dafür unter anderem Heublumen und standortgerechtes Pflanzenmaterial zum Einsatz.

 

Auch bei der technischen Beschneiung wird auf einen klar definierten Standard gesetzt: Für die Schneeerzeugung werden keine chemischen Zusatzmittel verwendet.

 

Diese Maßnahmen sind einzelne Bausteine im Umgang mit den alpinen Lebensräumen rund um Lech Zürs.

BIODIVERSITÄTSFÖRDERUNG

ARTENVIELFALT.
Das Land Vorarlberg stellt mit dem Biotopinventar 
offizielle Informationen, Artenlisten und Gemeindeberichte 
zur Verfügung.

 

AMPHIBIEN.
In den Feuchtgebieten und Tümpeln in Lech Zürs
finden sich unterschiedlichste Amphibien wie
Bergmolch, Grasfrosch und Alpensalamander.
 

ARTENREICHE WIESEN - PAZÜELMÄHDER.
In diesem traditionellen Bergmahdgebiet unterhalb
der Rüfspitzen lassen sich neben seltenen Pflanzen
auch zahlreiche Schmetterlinge, Libellen und andere
Insekten entdecken.
 

BARTGEIER.
Bislang gibt’s noch keinen Brutnachweis von Bartgeiern
in Vorarlberg. Die majestätischen Aasfresser
mit bis zu 2,90 m Flügelspannweite kommen jedoch
aus dem nahen Lechtal auf Besuch.

Weiterführende Informationen: Biotopinventar Vorarlberg
BIODIVERSITÄTSFÖRDERUNG

BERGMÄHDER SCHÖNENBERG.
Das Natura 2000-Gebiet ist ein naturkundliches
Highlight von europäischer Bedeutung. Seltene
Orchideen, Arnika, Enziane und viele weitere
Blumenarten können hier entdeckt werden.

 

AUENFELD.
Zwischen Lech und Hochtannberg beheimatet dieses
Biotop mit der Quelle der Bregenzerach viele seltene
Tiere und Pflanzen. Das Gebiet umfasst mehrere
Moorbereiche

 

GIPSDOLINEN IN OBERLECH.
Zwischen Oberlech und den Mohnenmähder erstrecken
sich drei bizarre Gipsdolinenlandschaften, die
Unteren, Mittleren und Oberen Gipslöcher. Die Mischung
aus sauren und basenreichen Böden bewirkt
eine besondere Artenvielfalt der Pflanzen im Naturschutzgebiet
Gipslöcher.


MOORE IN LECH.
Bis in die 1930er-Jahre wurde in Lech noch Torf abgebaut.
Moore speichern Kohlenstoff im Torf und sind Lebensraum 
seltener Arten.

DER LECH.
Der 256 km lange Fluss entsteht in Vorarlberg im 
Hochtannberggebiet. Er zeigt sich am Weg durchs 
Zugertal und die Lechschlucht besonders attraktiv. 
Im Bereich der Lechaue „Am Gieße" wächst etwa 
die äußerst seltene Blauweide. 

 

PURPUR ENZIAN.
Diese besondere Enzianart kommt vor allem in den
Westalpen vor und hat in Lech seine östliche Verbreitungsgrenze.
Seine Blüten besitzen einen feinen
Honigduft und werden von Hummeln bestäubt.

 

TANNENHÄHER.
Der „Gärtner der Zirbe“ vergräbt mit Vorliebe
Zirbensamen auf markanten Felsvorsprüngen in der
Höhe. Aus Samen, die er nicht mehr findet, wachsen
später Zirben – so auch in Lech Zürs.

GLOBAL DENKEN, LOKAL HANDELN

Hier gibt es ihn noch, den Bäcker vor Ort

Haubenköche, die mit regionalen Zutaten arbeiten. Metzger und Bäcker, die ihre lokalen Lieferanten beim Vornamen kennen. Almhütten, die Gäste bewirten, statt Massen abzufertigen. Verantwortungsbewusstes Wirtschaften zeigt sich in Lech Zürs nicht nur in Energiekennzahlen und Emissionswerten. Es zeigt sich auch darin, wie Menschen zusammenarbeiten, regionale Kreisläufe stärken und einander begegnen.

 

„Global denken und lokal handeln“ ist hier seit vielen Jahrzehnten mehr als ein viel zitiertes Schlagwort. Sichtbar wird dieser Gedanke etwa bei der Initiative „Echt Lech“: Sieben Bergbauernhöfe aus Lech und Zürs machen damit ihre landwirtschaftliche Arbeit sichtbar und vermarkten regionale Spezialitäten. Die Verarbeitung und Vermarktung regionaler Lebensmittel trägt dazu bei, Wertschöpfung in der Region zu halten und Absatzmöglichkeiten für die heimische Landwirtschaft zu schaffen.

 

Auch die vo:dô (von:da) Messe ist ein wohlschmeckendes Beispiel für dieses nachbarschaftliche Miteinander. Jeweils zum Winterbeginn präsentieren regionale Landwirt:innen und Produzent:innen in Lech typische Vorarlberger Spezialitäten. So treffen gewachsene Traditionen auf neue Ideen und bekommen Raum zur Weiterentwicklung.

SOZIALE & KULTURELLE NACHHALTIGKEIT

Lechmuseum. Raum für Begegnung.

Museen sind mehr als Orte des Bewahrens. Sie sind Orte der Begegnung und des Weiterdenkens. Als Gedächtnisspeicher machen sie kulturelles Erbe zugänglich und schaffen Raum für Austausch, Teilhabe und neue Perspektiven.


Auch das Lechmuseum greift diese Haltung auf: In wechselnden Ausstellungen werden gesellschaftsrelevante Fragen rund um Konsum, Ressourcen und Verantwortung aufgegriffen – nicht belehrend, sondern einladend und im Dialog mit den Besuchern.

 

Auch im Ausstellungsbetrieb werden konkrete Maßnahmen umgesetzt: Materialien werden wiederverwendet, Möbel geliehen und Bestehendes neu genutzt. Werkstätten und unterschiedliche Formate laden zur Mitgestaltung ein und machen das Museum zu einem Ort der Begegnung – offen und ohne Konsumzwang.

 

Mit dem Prinzip „pay as you wish“ werden finanzielle Zugangshürden reduziert und kulturelle Teilhabe erleichtert. Für sein Konzept wurde das Lechmuseum bereits zweimal mit dem Vorarlberger Tourismuspreis ausgezeichnet (2022 "Ski Labor Lech" und 2025 "Ausstellung BLITZBLANK! Vom Putzen - außen, innen- überall")
 

GEMEINSCHAFT

Verantwortung, die verbindet.

Wirtschaften heißt mehr, als in Zahlen zu denken. Es bedeutet auch, Verantwortung zu übernehmen – für die Region, für die Menschen und für das Miteinander. Als heimische Bank versteht sich die Raiffeisenbank Lech nicht nur als Finanzpartner, sondern als aktiver Teil des Lebens vor Ort. Mit der „Initiative Lebensraum Lech“ wurde 2006 ein Rahmen geschaffen, der genau hier ansetzt: bei den Menschen in der Region.

 

Die Initiative schafft Raum für Begegnung, Kreativität und persönliches Engagement. Sie lädt dazu ein, den Alltag zu verlassen, Neues auszuprobieren und gemeinsame Erfahrungen zu machen. Ob Tanz, Kunst, Vorträge oder generationenübergreifende Formate – das Angebot ist so vielfältig wie die Menschen in der Region. Es entstehen Orte des Austauschs, der Inspiration und des Miteinanders.

 

So wird Wertschöpfung weitergedacht: Ein Teil der von der Raiffeisenbank erwirtschafteten Wertschöpfung fließt über die Initiative zurück in Projekte und Angebote für die Region. Wirtschaftlicher Erfolg wird damit mit konkretem sozialen und kulturellen Engagement vor Ort verbunden. Die Initiative zeigt, wie regionale Zusammenarbeit, persönliche Beteiligung und gemeinsames Gestalten im Lebensraum Lech praktisch umgesetzt werden.

Projekte & Auszeichnungen

KANALNETZ.
Eine vollbiologische Abwasserreinigungsanlage sorgt bereits seit 1976 für saubere Verhältnisse. Ebenso das voll ausgebaute Kanalsystem. Auch die weit vom Ortskern entfernten Skihütten sind an das öffentliche Kanalnetz angeschlossen. Ohne Ausnahmen und ohne Kompromisse. Quelle: https://gemeinde.lech.at/Kanalordnung

 

ENERGIEBEAUFTRAGTER DER GEMEINDE.
Die Gemeinde Lech hat einen eigenen Energiebeauftragten, der einerseits Bürger:innen bei allgemeinen Fragen als Ansprechpartner zur Verfügung steht und andererseits eine Vielzahl an Energieprojekten der Gemeinde Lech verantwortet. Dazu gehören beispielsweise die Energiebuchhaltung, die Gebäudeoptimierung, Projektierung und Betreuung von erneuerbaren Erzeugungsanlagen (PV, Wasserkraft), Verwaltung unserer Energiegemeinschaft, Ausbau der Elektromobilität uvm. Die Gemeinde Lech setzt also auch im Energiebereich ein starkes Zeichen in Sachen Klimaschutz.
 

 

AUSZEICHNUNGEN.
Lech wurde im Laufe seiner historischen Entwicklung mehrfach ausgezeichnet. Dazu zählen „Bergkristall für saubere Landschaft" des Alpenschutzverband (2002), die Auszeichnung „Schönste Gemeinde Vorarlbergs" (2002) und die Entente-Floreale-Auszeichnung von 2004 „Schönstes Dorf Europas".

Projekte & Auszeichnungen

SCHULPROJEKTE MIT DEN 17 SUSTAINABLE DEVELOPMEN GOALS.
Mit den SDG´s wird das Thema Nachhaltigkeit und  nachhaltige Entwicklung auch den Kindern & der Jugend in der Lecher Schule nähergebracht. In jährlich wechselnden Projekttagen und -wochen erörtern alle Klassen die Zusammenhänge zwischen Klima, Energie und dem eigenen Lebensstil. Dabei gilt es, das Gelernte auch im Alltag umzusetzen, um die Auswirkungen des eigenen Handelns zu erkennen.

 

IN LECH ZÜRS ENGAGIEREN SICH ZAHLREICHE VEREINE AKTIV FÜR EINE NACHHALTIGKEITSBEWUSSTE  ZUKUNFT.
Im Bereich der ökologischen Nachhaltigkeit fördern sie die Aufklärung von Kindern über natürliche Ressourcen und Biodiversität und schaffen Gemeinschaftsgärten. Soziale Nachhaltigkeit wird durch Kunst- und Kulturworkshops für alle Altersgruppen sowie Initiativen zur Erhaltung traditioneller Handwerke und Musik unterstützt. Für die Sicherheit  in der Region sorgen Einrichtungen wie die Feuerwehr und Bergrettung. Die Gemeinde unterstützt diese Initiativen und trägt so maßgeblich zum pulsierenden Leben bei. Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Gemeinde Lech.

Gestern. Heute. Morgen.

Unser Weg endet nicht hier. Gerade im sensiblen hochalpinen Raum sind Weitblick und Feinsinn unser Antrieb auf dem Pfad in Richtung Zukunft. Heute an morgen denken: Diese Philosophie ist tief in unseren Köpfen und Herzen verwurzelt. Schön, wenn unsere Kraftplätze und Sehnsuchtsorte auch übermorgen noch die gleiche Energie ausstrahlen wie seit eh und je.

 

Die Broschüre zum Download oder nach Hause bestellen finden Sie unter: lechzuers.com/de/prospektbestellung

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