Programm

Donnerstag, 08.07.2021

 

Donnerstag, 08.07.2021, 18h00

 

Hotel Sonnenburg

 

Eröffnung des Literaricums mit Michael Köhlmeier  und  der ersten Ausgabe mit Daniel Kehlmann: Teutsche Sorgen oder Die Entdeckung der Stimme. 

 

Im Anschluss: Gespräch über Kehlmanns Bezug zum Simplicius mit Michael Köhlmeier und Nicola Steiner. 

 

Der österreichische Bestseller-Autor Daniel Kehlmann versetzt in seinem Roman «Tyll» die Hauptfigur mitten in den Dreissigjährigen Krieg. 

Tyll durchläuft – ähnlich wie einst der einfältige Simplicius – die unterschiedlichsten Stationen und schlüpft in diverse Rollen: als Soldat, als Narr im Tierkostüm, in Frauenverkleidung. Er hat keine Identität und ist zu allen Verwandlungen in der Lage. 

 

Im Anschluss an Kehlmanns Eröffnungsrede sprechen Michael Köhlmeier und  Nicola Steiner mit dem Autor darüber, was die Faszination an diesem Klassiker der Weltliteratur ausmacht.

 

 

 

Freitag, 09.07.2021

 

Freitag, 09.07.2021, 10h00

 

Hotel Sonnenburg

 

Thomas Strässle im Gespräch mit Katharina Teutsch: Wie aktuell ist der «Simplicius»?

 

Schon zu Grimmelshausens Lebzeiten war der «Simplicius Simplicissimus» angeblich ein Bestseller. Das Buch hatte Erbauliches, Satirisches, Kriegs-, Sozial- und Erziehungskritisches zu bieten – ganz zu schweigen von den Ferkeleien, die vielen Lesenden gefallen haben dürften. Was hat uns diese Erzählung vom Überleben in einer zerfallenden Welt aus dem 17. Jahrhundert heute noch zu sagen?

 

Der Schweizer Literaturwissenschaftler Thomas Strässle hat über den «Simplicius» promoviert. Er hat sich eingehend mit dem Werk auseinandergesetzt und stellt im Gespräch mit Katharina Teutsch den Bezug zu unserer Gegenwart her. Der Schauspieler Thomas Sarbacher liest aus dem Werk.

Beide haben sich eingehend mit dem Werk auseinandergesetzt und stellen im Gespräch mit Nicola Steiner den Bezug zu unserer Gegenwart her.

 

 

Freitag, 09.07.2021, 15h00

 

Burg Hotel

 

«Werkstatt-Gespräch zum Übersetzen»

Eva Profousová im Gespräch mit Katharina Teutsch: Jáchym Topol – der zeitgenössische Grimmelshausen

 

In seinem Roman «Ein empfindsamer Mensch» schickt der tschechische Autor Jáchym Topol eine Schauspielerfamilie quer durch das gegenwärtige Europa und all seine Missstände. Diese «Mischung aus grossem Kasperletheater und Ritterroman», so ein Rezensent, steht mit ihren fantastischen und satirischen Momenten ganz im Zeichen des Simplicius Simplicsissmus. Eva Profousová hat Topols Romane ins Deutsche übertragen und spricht mit Katharina Teutsch über Topols Sprache und die Herausforderungen des literarischen Übersetzens.

 

 

 

Freitag, 09.07.2021, 17h30

 

Burg Hotel

 

Wolfgang Bauer im Gespräch mit Raoul Schrott: Kriegsreportage. Der Fiktion die Wirklichkeit entgegensetzen 

 

Seit vielen Jahren bereist der deutsche Journalist Wolfgang Bauer als Kriegsberichterstatter in den Krisengebieten dieser Welt unterwegs. Im Gespräch mit Raoul Schrott erzählt er von seinen Erlebnissen, Erfahrungen und Erkenntnissen.

 

 

Samstag, 10.7.2021

 

Samstag, 10.07.2021, 10h00

 

Kriegeralpe

 

Raoul Schrott: Die Erfindung der Poesie – die Sumerer und das Gilgamesch-Epos 

Der österreichische Dichter und Schriftsteller Raoul Schrott wird für jedes «Literaricum» eine Veranstaltung konzipieren, in der er für uns die weltweiten Stationen abschreitet, an denen die Literatur ihre heutigen Formen gewann. 

Vom Zweistromland nach Griechenland, von den Römern zu den Arabern, von den irischen Mönchen zu den provenzalischen Troubadours…

 

Den Anfang macht er mit den ältesten erhaltenen Gedichten und dem ältesten Stoff der Weltgeschichte, wie er im allerersten Epos – dem von Gilgamesch – niedergelegt wurde.

 

 

 

Samstag, 10.07.2021, 15h00

 

Burg Hotel

 

Felicitas Hoppe im Gespräch mit Nicola Steiner: Über kindliche Neugier und Narrentum. 

 

«Dem seltsamen Simplicius kommt in der Welt alles seltsam vor – umgekehrt er der Welt aber auch.» 

 

Dieses Zitat aus dem «Simplicius Simplicissimus» könnte auch aus einem der Romane der Büchern-Preisträgerin Felicitas Hoppe stammen. Hoppe gilt als eine der eigenwilligsten und phantasievollsten Schriftstellerinnen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur, bekannt für ihre kindliche Neugier und witzige Mischung aus Dichtung und Wahrheit. Sie ist eine Weltreisende, eine Zeitreisende. Und steht somit ganz in der Tradition des Simplicius.