Lech am Arlberg, 5. August 2026. Mit Opernhighlights, selten zu hörenden Werken und einer international besetzten Solistenriege ist das 14. Lech Classic Festival am vergangenen Sonntag in den Lechwelten eröffnet worden. Zur Mitte der Festivalwoche rückt nun Gioachino Rossini ins Zentrum: Am heutigen Mittwoch erklingt sein „Stabat Mater“, am Samstag folgt „Der Barbier von Sevilla“ in einer halbszenischen Aufführung.
Die Eröffnungsgala spannte unter der musikalischen Leitung von Tetsuro Ban einen Bogen von Haydn über Verdi, Puccini und Gounod bis zu Bizet, Smetana und Dvořák. Das Lech Festival Orchester spielte dabei mit Sängerinnen und Sängern, die regelmäßig an bedeutenden Opernhäusern und Konzertstätten Europas auftreten. Zu hören waren unter anderem Musettas Walzer aus Puccinis „La Bohème“, Arien aus Verdis „La Traviata“ und „Don Carlo“, Ausschnitte aus Bizets „Carmen“ sowie Dvořáks Violinkonzert mit Dalibor Karvay.
Die hochkarätige Besetzung zeigt sich auch in den künstlerischen Biografien der Solistinnen und Solisten: Sopranistin Slávka Zámečníková gehört dem Ensemble der Wiener Staatsoper an und gastierte unter anderem an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin, an der Opéra national de Paris, der San Francisco Opera und der Semperoper Dresden. Mezzosopranistin Štěpánka Pučálková war mehrere Jahre Ensemblemitglied der Semperoper Dresden und im Wiener Musikverein auf. Bariton Domen Križaj gehört zum Ensemble der Oper Frankfurt und konzertierte bereits mit den Wiener Philharmonikern sowie dem ORF Radio-Symphonieorchester Wien.
Rossini zwischen geistlicher Tiefe und komödiantischer Virtuosität
Am heutigen Mittwoch, 5. August, widmet sich der Festivalabend unter dem Titel „Rossini entdecken“ unterschiedlichen Facetten des italienischen Komponisten. Nach der Ouvertüre zu „La gazza ladra“, der Gewittermusik aus „La Cenerentola“, der Kantate „Giovanna d’Arco“ und der Ouvertüre zu „Guillaume Tell“ steht Rossinis „Stabat Mater“ für Soli, Chor und Orchester auf dem Programm.
Die Solopartien übernehmen Slávka Zámečníková, Štěpánka Pučálková, Pavel Kolgatin und Levente Páll. Gemeinsam mit Mitgliedern des Bayerischen Staatsopernchores und dem Lech Festival Orchester zeigen sie jene Seite Rossinis, die hinter der sprichwörtlichen Leichtigkeit seiner Opern liegt: eine Musik von dramatischer Spannung, geistlicher Eindringlichkeit und außerordentlicher vokaler Brillanz.
Mit Pavel Kolgatin steht dabei einer der profilierten Rossini-Interpreten seiner Generation auf der Bühne. Der Tenor war Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper und gastierte unter anderem an der Mailänder Scala, am Teatro dell’Opera di Roma, an der Semperoper Dresden sowie beim Rossini Opera Festival in Pesaro. Am Samstag, 8. August, ist Kolgatin als Graf Almaviva in der halbszenischen Aufführung von Rossinis „Der Barbier von Sevilla“ zu erleben.
Musikalisches Gipfeltreffen auf 2.350 Metern
Zwischen den Konzerten in den Lechwelten führt das Festival am Donnerstag, 6. August, auf den Rüfikopf. Das von den Lech Bergbahnen veranstaltete musikalische Gipfeltreffen verbindet ein exklusives Konzert renommierter internationaler Solistinnen und Solisten mit einem Drei-Gänge-Menü im Panoramarestaurant. Auf 2.350 Metern Höhe treffen Musik, alpine Landschaft und Kulinarik in einem bewusst kleinen Rahmen aufeinander. Die Auffahrt mit der Rüfikopfbahn beginnt um 17.30 Uhr, die Zahl der Plätze ist begrenzt.
Das 14. Lech Classic Festival dauert noch bis Sonntag, 9. August. Auf dem weiteren Programm stehen neben dem Rossini-Schwerpunkt eine Soirée mit Werken von Schubert, Schumann und Dvořák sowie das Abschlusskonzert mit Hummels Trompetenkonzert, Mozarts Klavierkonzert Nr. 9 und Beethovens 7. Sinfonie.
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