Die Big Five der Alpen

Auf den Spuren der Alpenbewohner

Nicht nur in Afrika sind die „Großen Fünf“ zu finden. Auch hier, bei uns in den Alpen kann man die „Big Five“ erleben. Die Rede ist aber nicht von Elefant und Löwe, sondern von Steinbock, Gams, Steinadler, Murmeltier und Bartgeier. Diese Wildtiere haben am Arlberg ihre Heimat gefunden. Mit etwas Glück kann das ein oder andere Tier auf einer Wanderung in den Bergen gesichtet werden.

Die Gams

Die Gams ist sehr temperamentvoll und eher scheu. Am Geweih der Tiere kann man an den Jahresringen das Alter erkennen . Eine Gams hat im Sommer ein braunes Fell und im Winter ein schwarzes. Im Winter ist es kalt und schwarz speichert Wärme ja bekanntlich am besten.

Der Steinbock

Der Steinbock ist ein sehr geduldiges und träges Tier. Er spart sich die Energie für den Winter, da diese Zeit sehr anstrengend und fordernd für das Tier ist. Des Weiteren sind Steinböcke nicht sehr scheu. Auch beim Steinbock kann man am Geweih, an den Jahresringen das Alter erkennen. Der Steinbock hält sich die meiste Zeit am Grat auf, weil es dort windig ist und sie somit nicht von lästigen Fliegen gestört werden. Im Zugertal lebt eine der größten Steinbockkolonien Europas: Über 400 Tiere nennen die Region rund um den Formarinsee, die Rote Wand und das Steinerne Meer ihr Zuhause.

Der Steinadler

Der Steinadler wird auch oft als König der Lüfte bezeichnet. Majestätisch kreist er mit einer Flügelspannweite von zirka zwei Metern über den Berggipfeln und sucht nach Nahrung. Der Adler ist ein Jäger und ernährt sich hier in den Bergen am häufigsten von Murmeltieren. Er besitzt eine wahnsinnig gute Sehstärke. Der Steinadler trägt ein dunkelbraunes Federkleid.

Das Murmeltier

Das Murmeltier verbringt einen sehr langen Winterschlaf. Dieser kann über ein halbes Jahr lang andauern. Gleich unmittelbar danach, beginnt im Mai die „Bärzeit“ (Paarungszeit). Das Murmeltier gibt unterschiedliche Warnpfiffe ab. Bei einem Menschen pfeift es mehrere Male, bei einem Adler oder Fuchs, zum Beispiel, wird nur ein sehr lauter Warnpfiff abgegeben.

Der Bartgeier

Der Bartgeier ist im Gegensatz zum Steinadler ein reiner Aasfresser und Knochenspezialist. Er ernährt sich fast ausschließlich von Knochen. Bartgeier lassen die Knochen aus großer Höhe auf Felsen fallen, um sie zu zerkleinern und gerechte Stücke zu erhalten. Ein alter Bartgeier hat eine rostige Farbe, der Junge ein gräuliches Federkleid.

MW
Magdalena Walch
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