Vom Geistesblitz zum „Heart of Lech“

Ein ganz spezieller Valentinsgruß aus Lech Zürs

The Heart of Lech

In der Woche vor dem Valentinstag sendet mir meine Cousine eine Nachricht, ob ich ihr ein Foto mit zwei Spuren im Tiefschnee senden könnte, oder vielleicht ein Foto von der Blume vom letzten Jahr…?

 

Als ich kurz nach 17.00 Uhr aus dem Büro gehe, ist alles frisch verschneit, ich sehe den klaren Himmel, spüre die klirrend kalte Luft in meinem Gesicht und freue mich schon auf die baldige Blaue Stunde.

 

Auf dem Heimweg kommt mir ein Geistesblitz

Wir könnten doch auch einen Valentinsgruß aus Lech Zürs versenden. Daheim angekommen, rufe ich meinen Kollegen Markus an und frag ihn, ob er einen Sinn für Romantik hätte. Ich kann mir richtig vorstellen, wie er die Nase rümpft, aber dann doch „ja, ja“ sagt. Also erzähle ich ihm von meiner Idee. Da meint er dann: „OK, ich bin dabei, schau mal, ob uns noch ein paar Kollegen dabei helfen“. Die haben dann auch gleich zugesagt. Zudem hat sich mein Neffe Pirmin spontan bereiterklärt, Fotos und Videos mit der Drohne zu machen.

 

Am nächsten Tag schreibe ich mit vollem Tatendrang meine Idee auf ein Blatt Papier und male eine kleine Skizze dazu. Danach versende ich alles an meine Kollegen, damit wir alle auf dem gleichen Stand sind.

 

Der Tag war entscheidend. Denn für unser Projekt und unsere Foto- und Videoaufnahmen brauchte es einen richtigen Bilderbuchtag mit Sonnenschein und eine klare, kalte Nacht. Genau so ein Sonnentag war für kommenden Freitag angesagt.

Und dann war es auch schon soweit!

Am Freitag, den 12. Februar, haben Katrin und ich uns nach der Mittagpause getroffen und gemeinsam das frisch verschneite Feld in Augenschein genommen.

 

Als Markus dann endlich nach dem Skifahren zu uns gestoßen ist, starteten wir mit dem groben Ausstapfen des Herzens. Meine größten Bedenken hatte ich mit der Herzform. Wie bekommen wir ein schönes gleichmäßiges Herz hin?

 

Mithilfe der Drohnenbilder konnten wir das Herz mit einem breiten Rand versehen. Wir stapften also alles mit unseren Schneeschuhen ein paar Mal ab.

 

Es werde Licht!

Nun werden auch schon die Fackeln nach jedem Schritt in den Schnee gesteckt. Langsam geht die Sonne unter und somit wird es ganz schön frisch… unser Timing passt, wir haben sogar noch etwas Zeit, um uns kurz aufzuwärmen.

 

Beim Blick auf unser Projekt platzt es aus Markus heraus: „Jetzt finde ich die Sache richtig cool, das braucht immer eine Weile bei solchen „Kunstprojekten“ bei mir“.

 

Kurz nach 17.00 Uhr machen wir uns wieder auf den Weg zum Herz, um die knapp 170 Fackeln rechtzeitig zur blauen Stunde anzuzünden.

 

Was für ein Tag!

Noch ein kurzer Check, ob alle Fackeln brennen. Wir haben Glück, denn es ist ein windstiller Abend, deshalb brennen alle Fackeln gleichmäßig. Es wird von Minute zu Minute kälter. Deshalb machen wir einen „flotten Spaziergang“ in Richtung Bernhards Stall, um uns aufzuwärmen.Von hier aus haben wir einen sehr guten Blick aufs Herz, das Dorf und auf das Omeshorn. Während wir zufrieden und glücklich die Aussicht genießen, macht Pirmin mit der Drohne ein paar weitere Drohnenbilder- und videos.

 

Und dann ist sie auch schon da, die von uns allen so ersehnte, nur kurz verweilende blaue Stunde. Wir genießen den Augenblick, machen noch ein letztes Foto und begeben uns auf den Heimweg.

Valentinsgruß 2021 aus Lech Zürs am Arlberg

IH
Irmgard Huber
Leitung Verkauf & B2B Management