Est. 1901

Der Ski-Club Arlberg

Der Ski-Club Arlberg

Der Ski-Club Arlberg zählt zu den ältesten und berühmtesten Skiclubs der Alpen. Am 3. Jänner 1901 gegründet, ist er mit derzeit 9.158 Mitgliedern aus 60 Nationen auch der mitgliederstärkste Skiclub in Europa. Weltmeister*innen und Olympiasieger*innen sind aus diesem traditionsreichen Verein hervorgegangen. Und nicht zuletzt hat der Ski-Club Arlberg im Lauf seiner langjährigen Geschichte zahlreiche Impulse und Meilensteine für den alpinen Skisport sowie für den Tourismus am Arlberg gesetzt.

Tradition und Geschichte

Sechs Freunde machten sich am 03. Januar 1901 durch den frischen Pulverschnee von St. Anton am Arlberg auf den Weg nach St. Christoph am Arlberg - in Loden gekleidet und mit einfachen Brettern und schweren Stiefeln. Im Hotel Hospiz, welches auf 1.800 Metern Seehöhe liegt, legten Sie eine Pause ein, an deren Ende die Idee zur Gründung des Ski-Club Arlberg entstand. Noch heute kann man den Eintrag im Gästebuch des Hospiz nachlesen. "Durch die Natur entzückt, durch den Sport begeistert, durchdrungen von der Notwendigkeit, am Arlberg einen bescheidenen Sammelplatz für die Freunde dieses edlen Vergnügens zu schaffen, fühlen sich die am ex tempore beteiligten Ausflügler bewogen, den Ski-Club Arlberg zu gründen". 

St. Christoph, 03. Jänner 1901 

Jugendförderung

Der Ski-Club Arlberg legt ein besonders Augenmerk auf die Nachwuchsförderung. Mehr als 150 Kinder werden am gesamten Arlberg von bestens ausgebildeten Trainer*innen betreut. Das Training für den Winter beginnt mit Koordinationsübungen, Mountainbiken und vielen anderen sportlichen Aktivitäten bereits im Sommer. Der Ski-Club Arlberg fördert nicht nur die Rennlaufkompetenzen des Nachwuchses, sondern auch das freie Skifahren, den Umgang mit Verschüttetensuchgeräten, Pulver- oder Firnabfahrten, Telemarken, Snowboarden und viele andere interessante Varianten. Ziel ist es, der Jugend des Arlbergs eine umfassende und fundierte Ausbildung im Schneesport zur vermitteln, denn der Skilauf ist eine der wichtigsten Komponenten des Arlbergs.

1901
gegründet
9.158
Mitglieder
60
Nationen
Prominente Mitglieder

Hannes Schneider

Die Karriere von Hannes Schneider, der in den 1920-er und 1930-er Jahren zu den ganz Großen des Skisports zählte, begann im Alter von 13 Jahren, als er seine ersten Skier geschenkt bekommen hat. Er entwickelte eine neue Abfahrtstechnik, arbeitete mit 17 Jahren als erster permanenter Skilehrer der Region und gründete im Dezember 1921 die erste Skischule in St. Anton am Arlberg. Später machte er sich zudem einen Namen als Buchautor und Schauspieler. 

 

Trude Jochum-Beiser

Trude Jochum-Beiser gewann bei den Olympischen Spielen 1948 in St. Moritz die Goldmedaille in der Kombination und die Silbermedaille in der Abfahrt und war damit die erste weibliche Skirennläuferin, die zwei Medaillen bei Olympischen Spielen gewann. Bei den Olympischen Spielen 1952 in Oslo gewann sie die Goldmedaille in der Abfahrt. Bei Weltmeisterschaften gewann sie zusätzlich 1950 Gold in der Abfahrt.

 

Othmar Schneider

Othmar Schneider war einer der Stars der Olympischen Winterspiele 1952 in Oslo. Als Läufer des Ski-Club Arlberg schaffte er etwas Einzigartiges, nicht nur in der Geschichte des Ski-Club Arlberg, sondern auch in der Geschichte Österreichs. Durch seinen Sieg im Slalom feierte Österreich die erste alpine Goldmedaille bei einer Olympiade. In der Abfahrt schaffte es der Lecher Star auf den 2. Platz. Die Popularität seiner Erfolge führten Ende 1952 zur Wahl zum österreichischen Sportler des Jahres.

 

Egon Zimmermann

Ebenso unvergessen bleibt Egon Zimmermanns Husarenritt 1964 über die vereiste Abfahrtspiste am Patscherkofel bei Innsbruck. Schlimme Stürze bereits im Training, kaum Sicherheitsvorkehrungen, im Vergleich zu heute unglaublich schlichtes Material – von alldem ließ sich der junge Draufgänger (1939 bis 2019) nicht beeindrucken. Wieder Gold für Lech!

 

 

Karl Schranz und Gertrud Gabl

Karl Schranz, der St. Antoner, gewann zwischen 1957 und 1972 acht Weltcup Abfahrten, holte sich fünf Kombinationstitel und fuhr beim Riesentorlauf drei Mal aufs Treppchen. Außerdem wurde er drei Mal Weltmeister in den Disziplinen Abfahrt, Kombination und Riesenslalom und fuhr zweimal im Gesamt-Weltcup der Konkurrenz davon. Einmalig in der Weltcupgeschichte holten Karl Schranz und Gertrud Gabl für den Ski-Club Arlberg jeweils die Weltcupgesamtwertung in der Wintersaison 1968/1969.

 

Patrick Ortlieb

Patrick Ortlieb wurde im Jahr 1992 Olympiasieger und 1996 Weltmeister in der Abfahrt. Er ist einer von nur fünf Skirennläufern, die in der Abfahrt Olympia-Gold und den WM-Titel gewonnen haben. Darüber hinaus gewann er vier Weltcuprennen.

 

Mario Matt

Bei der Ski-WM 2001 in St. Anton am Arlberg gewann ein Einheimischer und Mitglied des Ski-Club Arlberg mit der zu diesem Zeitpunkt neuen Carving-Technik seinen ersten Weltmeistertitel im Slalom: Mario Matt aus Flirsch am Arlberg, auch „Super-Mario“ oder „der Adler vom Arlberg“ genannt. Sechs Jahre später fuhr er bei den Weltmeisterschaften in Aare der Konkurrenz davon und holte für den Ski- Club Arlberg eine Goldmedaille im Slalom und im Teambewerb. Bei der WM 2013 in Schladming gewann er mit der Bronze Medaille im Slalom seine fünfte WM-Medaille. Bei den Olympischen Spielen 2014 in Sotschi gewann er die Goldmedaille im Slalom.

 

Aufhebung der Straßensperre

Aufhebung der Straßensperre für die B 197 Arlbergstraße zwischen Langen a. A. und St. Anton am Arlberg 

sowie für die B 198 Lechtalstraße (Flexenpass) zwischen Alpe Rauz und Zürs.

 

Auf der B 197 Arlbergpassstraße benötigen PKW Winterreifen und LKW Schneeketten.

Auf der B 198 Flexenpassstraße wird Winterausrüstung empfohlen.