Joggen in der Bergwelt Lech Zuers am Arlberg (c) west _zangerl

© Joggen in der alpinen Traumkulisse in Lech Zuers am Arlberg (c) west _zangerl

4. Oktober 2018

Vielfältiges Wandererlebnis in Lech Zuers am Arlberg

Die Wanderregion Lech Zürs ist Abwechslung und Herausforderung für alle – vom Bergsteiger bis zum Geschichtsinteressierten

Lech Zürs am Arlberg kann behaupten, eine der vielseitigsten und weitläufigsten Wanderregionen im alpinen Raum zu sein. Ob Genießer, Entdecker oder sportlich Ambitionierter – in der Region am Arlberg ist für jeden etwas dabei. Gut beschilderte Wanderwege durchziehen die gesamte Region. Erholungssuchende und Sportaffine erwartet eine traumhafte Bergwelt mit Felsen, Wäldern und Weiden. Etappen- bzw. Weitwanderer begeistert der 125 Kilometer lange Lechweg von Lech nach Füssen, der durch eine der letzten Wildflusslandschaften Europas führt. Der Themenweg „Grüner Ring“ wiederum entführt den Besucher in eine mystische Berg- und fantasievolle Sagenwelt. Und am Tannberg taucht der Wanderer leichten Fußes in die Geschichte der Region ein.

 

Lechweg

Wie aus dem kleinen Bach ein herrlich wilder Fluss wird, das lässt sich auf dem „Lechweg – von der Quelle bis zum Fall“ erwandern. 2012 eröffnet, und zertifiziert nach den Qualitätskriterien der Europäischen Wandervereinigung (EWV), verläuft dieser rund 125 Kilometer lange Weitwanderweg durch eine der schönsten und abwechslungsreichsten Regionen des alpinen Raums.

Vom „schönsten Platz Österreichs 2015“, dem Formarinsee am Fuße der Roten Wand, führt der Weitwanderweg durch die Walserdörfer Lech und Warth nach Lechleiten. Von dort geht es hinein ins Lechtal nach Steeg und Holzgau, über eine spektakuläre Hängebrücke weiter zur Höhenbachtal-Schlucht nach Elbigenalp. Bei Häselgehr stößt der Wanderer auf den sagenumwobenen Doser-Wasserfall. Er erreicht Stanzach, zieht weiter durch die natürlichen Flussauen und die weitläufigen Schotterbänke nach Höfen, durch die Pflacher Au über die Grenze nach Deutschland in Richtung Alpsee. Am Lechfall in Füssen findet die Weitwanderung ihren Abschluss.

Der Lechweg kann in mehreren Etappen erwandert werden. Rafting- und Canyoningunternehmen bieten zudem die Möglichkeit, einzelne Abschnitte direkt auf dem Lech zurückzulegen. Die Orte entlang des Lechwegs sind durch den öffentlichen Personennahverkehr bzw. einen Shuttleservice bestens vernetzt; das Gepäck wird bequem von Etappenziel zu Etappenziel transportiert. Die Anreise ist mit dem Auto, mit der Bahn bzw. dem Postbus möglich. Die begleitende Info-Broschüre und Wanderkarten gibt es bei Lech Zürs Tourismus.

Mehr unter: www.lechweg.com

 

Der Grüne Ring

Der Grüne Ring ist einer der Themenwege im Wanderparadies von Lech Zürs am Arlberg. Die drei Wanderrouten bieten, neben herrlichem Naturerlebnis und einer fantastischen Aussicht auf die Bergwelt von Lech Zürs, Einblicke in eine moderne Sagenwelt. Die Bregenzer Schriftstellerin Daniela Egger hat speziell für Wanderungen auf dem Grünen Ring eine literarische Wanderkarte verfasst. „Ein Samurei am Kriegerhorn“ enthält zeitgemäße Sagen und Erzählungen rund um überlieferte Sagengestalten aus der Region wie etwa Butzen und Hexen. Für jeden der 36 Wanderpunkte auf dem Grünen Ring gibt es eine Geschichte. So findet der Wanderer etwa am Punkt „Pazüelmähder“ (1. Etappe des Grünen Rings) eine einladende Hüttenbibliothek.

Am geheimnisvollen Libellensee wiederum stößt der Wanderer auf „schräge Vögel und verrückte Insekten und im Zuger Sagenwald (3. Etappe des Grünen Rings) flankieren Holzskulpturen den Weg. Der Sage nach rühren diese von „nicht jugendfreien Streifzügen des hemmungslosen und genusssüchtigen Zuger Nachtvolkes“ her. Die Installationen und Landschaftsinterventionen entlang des Grünen Rings hat der Tiroler Bildhauer Daniel Nikolaus Kocher geschaffen. Von ihm stammen auch die Bilder in der literarischen Wanderkarte. 2014 bekam der Grüne Ring Zuwachs: Der Grüne Rätsel-Ring ist ein Wander-Rate-Abenteuer für die ganze Familie. Auch hier zeichneten Daniela Egger für das Arbeitsbuch und Daniel Nikolaus Kocher für die Rätselstationen verantwortlich.

 

Am Tannberg

Wer auf dem Tannberg unterwegs ist, taucht tief in die Geschichte der drei Orte Warth, Schröcken und Lech ein, begibt sich auf die Spuren der Walser, die diese Region besiedelt und geprägt haben. Diese Vergangenheit würdigend, haben sich die drei Walsergemeinden zusammengetan, und für das ausgedehnte Tannberger Wandergebiet eine abwechslungsreiche, historisch spannende Route zusammengestellt, den Tannberg Themenweg. Er verläuft entlang zahlreicher kultur- und naturgeschichtlicher Sehenswürdigkeiten.

Der Wanderer stößt auf uralte Walserbauten, ehemalige Walsersiedlungen, auf faszinierende Schauplätze überlieferter Sagen und atmosphärisch aufgeladene Orte inmitten einer seit Alters her geprägten Kulturlandschaft und atemberaubender Naturjuwelen.
In seinem Buch „Auf den Spuren der Walser am Tannberg“ widmet der Innsbrucker Journalist und Autor Olaf Sailer jeder der insgesamt 57 Sehenswürdigkeiten einen ausführlichen Text. Die fundiert recherchierten Geschichten erzählen unter anderem vom Fleiß und dem Heimweh der sogenannten Schwabenkinder, von der Schwefelquelle als Gesundbrunnen der Walser, vom Gemstelpass als Saumpfad, Handelsroute und Schmugglerweg; sie berichten vom Hinterboden als Geburtsstätte des Skilaufs am Tannberg oder schildern die Sage vom Bürstegger Hirtenmännlein.

Diese historischen und kulturellen Informationen sowie die einzelnen Wanderrouten sind zudem auf einer interaktiven Wanderkarte sowie einer mobilen App abrufbar.

Mehr unter: www.tannberg.info

 

Naturerlebnis, Genuß und sportliche Herausforderung

„Die Verquickung von Naturerlebnissen mit Kunst ist speziell auf unser Zielpublikum zugeschnitten, das sich kulturaffin und sportlich zugleich zeigt“, sagt Lech Zürs Tourismusdirektor Hermann Fercher über den Grünen Ring. Dasselbe gilt natürlich auch für den Tannberg und viele andere Routen in Lech Zürs. So kommen Sport- und Genußwanderer gleichermaßen auf ihre Kosten. Und es ist gerade das Besondere an Lech, dass es sich trotz seines mondänen Flairs einen entspannten dörflichen Charakter bewahrt hat. Es ist ein Ort, der entschleunigt, einen harmonischen Rhythmus vorgibt und entstehen lässt.

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