Europäischer Mediengipfel Lech: Digitaltalks

Europäische Mediengipfel Lech

Digitaltalks zu Corona, politischer Ratlosigkeit und Generation Protest

Der 14. Europäische Mediengipfel, der von 2. bis 4. Dezember unter dem Titel «Wendejahre – Aufbruch in eine neue Welt» in Lech stattfinden hätte sollen, wird aufgrund der aktuellen Situation auf 21. bis 23. April 2022 verschoben. Am 3. Dezember ab 19 Uhr setzt das renommierte Veranstaltungsformat ein digitales Zeichen – mit zwei hochkarätig besetzten Diskussionsrunden zum Corona-Management in Österreich und den daraus resultierenden Protestbewegungen.

 

Eine internationale Runde von Journalistinnen und Auslandskorrespondenten diskutiert zum Thema «Corona-Lockdown, Mutationen und politische Ratlosigkeit: Drohen bald österreichische Zustände in halb Europa?». Unter der Leitung von Ivo Mijnssen (Präsident der Auslandspresse in Österreich; NZZ Korrespondent, Wien) analysieren Alexandra Föderl-Schmid, (stellvertretende Chefredakteurin der SZ, München), Susanne Glass, (Leitung ARD-Studio, Tel Aviv), Stephan Löwenstein, (Korrespondent der FAZ, Wien) und Bernhard Odehnal (Korrespondent Tages-Anzeiger, Zürich) die aktuelle Situation.

Politische Analysen zum Corona-Management

In den Digitaltalks, die ab 3. Dezember, 19 Uhr, u.a. auf www.mediengipfel.at zu sehen sind, werden die politischen und gesellschaftlichen Konsequenzen rund um die sich wieder verschärfende Pandemie beleuchtet: Nach einem Sommer der Sorglosigkeit und einem Herbst des Zögerns schwappt die vierte Corona-Welle mit voller Wucht über Zentraleuropa. Österreichs Regierung, die sich lange als Musterschülerin bei der Pandemiebekämpfung präsentierte, kapitulierte im November vor explodierenden Infektionszahlen und vollen Spitälern: Sie schickte das ganze Land wieder in den Lockdown und plant eine Impfpflicht – radikale Schritte, die in den ruhigeren Vormonaten nahezu alle Politiker und Experten kategorisch ausgeschlossen hatten.

 

Nicht nur die Nachbarländer, wo radikale Massnahmen erwogen oder bereits umgesetzt wurden, fragen sich, ob sie bald dem Vorbild Österreichs folgen müssen. Auch dort wütet die Pandemie erneut fast unkontrolliert. Die neue «Omikron»-Variante erhöht die Unsicherheit zusätzlich.

 

Die Podiumsteilnehmerinnen und -teilnehmer präsentieren ihre Sicht auf die Pandemie aus europäischen Großstädten und aus Israel und erklären, wie man von dort auf Österreich schaut. Und sie stellen sich die Frage, ob das Virus politisch überhaupt kontrollierbar ist.

Generation Protest – Gesellschaft im Zwiespalt

In einer zweiten Diskussion, die von der Universität Innsbruck in Abstimmung mit den Organisatoren des Europäischen Mediengipfels organisiert wurde und am 3. Dezember ab 20 Uhr zu sehen sein wird, steht die «Generation Protest» und die daraus resultierenden Herausforderungen für Politik und Medien im Zentrum.

 

Unter der Moderation von Jan-Hendrik Speckmann und Stefanie Tipelius (Studierende der Universität Innsbruck), diskutieren Mireille Ngosso (Organisatorin der Black Lives Matter Demonstration in Wien, stellvertretende Bezirksvorsteherin SPÖ des ersten Bezirks in Wien), Yannick Shetty (Nationalratsabgeordneter NEOS, Sprecher von LGBTIQ), Benedikt Narodoslawsky (Journalist und Autor „Inside Fridays for Future") und Trix van Mierlo (Forscherin zum Thema „Protestbewegung" an der Fakultät für Soziale und Politische Wissenschaften der Uni Innsbruck).

Über den Europäischen Mediengipfel

Der unter der Schirmherrschaft des österreichischen Außenministeriums stehende Europäische Mediengipfel – 2007 von der Kommunikationsagentur ProMedia Kommunikation initiiert und seither federführend mit Lech Zürs Tourismus GmbH und dem Verband der Auslandspresse in Wien organisiert – wird von der Gemeinde Lech und den Ländern Vorarlberg und Tirol, dem Europäischen Parlament unter Vizepräsident Othmar Karas, dem Presseclub Concordia, PEMA Holding sowie von BMW unterstützt. Weitere Partner sind die Leopold-Franzens-Universität Innsbruck, die Tirol Werbung, Vorarlberg Tourismus sowie die BTV - Bank für Tirol und Vorarlberg. Als Medienpartner der Veranstaltung fungieren APA – Austria Presse Agentur, Der Standard, Tiroler Tageszeitung sowie Vorarlberger Nachrichten. Die Medienakademie wird unterstützt von APA – Austria Presse Agentur, Moser Holding GmbH, Russ Media sowie Kleine Zeitung, Dolomiten, Salzburg Krone. Die 14. Auflage der renommierten Veranstaltung soll von 21. bis 23. April 2022 in Lech am Arlberg stattfinden.

FK
Victoria Schneider
Presse & Public Relations